Camilla Läckberg - Die Schneelöwin
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Camilla Läckberg - Die Schneelöwin
 
Arne Dahl - Sieben minus eins
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"Caipirinha mit dem Tod" von Maria Ernestam

Eine verhängnisvolle Affäre
Wer sich mit dem Tod einlässt, muss damit rechnen mit dem Leben zu bezahlen


„Caiprinha mit dem Tod“ ist Maria Ernestams gelungenes Debüt aus dem Jahr 2005 und eine ebenso originelle wie unterhaltsame und hintergründige Antwort auf eine der wichtigsten Fragen unserer Zeit: Was passiert, wenn der Mensch in die Schöpfung eingreift und sich zum Herrn über Leben und Tod macht?

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Wer hätte einer oder einem Ex, einem fiesen Lehrer, einem drangsalierenden Chef, einem nervtötenden Arbeitskollegen oder der zeternden Nachbarin nicht schon so manches Mal den Tod gewünscht? Doch was, wenn wir die Chance dazu tatsächlich geboten bekämen? Wenn der Tod uns ein Jobangebot machte und sagte: „Ich habe so viel zu tun. Willst du heute nicht einem Menschen deiner Wahl umbringen?“ Ein verlockendes Angebot – oder? Jedenfalls ist es das für Erica, die gerade von ihrem Freund Tom verlassen wurde und den Abend in Caipirinha ertränkt. Bis der leibhaftige Tod plötzlich vor ihr steht. Zwar hat er sich in der Tür geirrt, doch taucht er bald wieder in Ericas Leben auf und die beiden beginnen eine verhängnisvolle Affäre, in deren Verlauf Erica zur Assistentin des Todes wird und in einigen Fällen selbst über Leben und eben Tod entscheiden darf. Doch wenn der Mensch Gott spielt und über Leben und Tod entscheidet, bleibt das nicht ohne Konsequenzen. Auch nicht für Erica und die Menschen, denen sie glaubte mit dem Tod einer ungeliebten Person einen Gefallen getan zu haben. Ganz entgegen ihrem Ansinnen schafft Erica mit ihren Tötungen nicht Ruhe, Harmonie und Frieden, sondern zerstört in einem übertragenen Sinn weitere Leben.

„Caipirinha mit dem Tod“, Maria Ernestams Debüt aus dem Jahr 2005, diskutiert auf ebenso originelle wie mit schwarzem Humor und Ernsthaftigkeit versehene Weise eine wichtige moraltheologische und ethische Frage: Was passiert, wenn der Mensch einfach so in die Schöpfung eingreift? In Zeiten der Gentechnik und des Klonens liefert „Caipirinha mit dem Tod“ eine unterhaltsame, hintergründige Antwort auf eben diese Problematik.

Vielen Dank an Alexandra Hagenguth
© Juli 2009 Literaturportal schwedenkrimi.de - Krimikultur Skandinavien


Buchtipp
Camilla Läckberg - Die Schneelöwin

"Die Röte der Jungfrau" von Maria Ernestam

Evas dunkle Seite
Auf Tauchgang in eine zurückgewiesene Seele


Wer die psychologisch ebenso feinsinnigen wie tiefgründigen Romane einer Karin Fossum und Karin Alvtegen mag, wird Maria Ernestam lieben! „Die Röte der Jungfrau“ erzählt in leiser, zuweilen schmerzender Poesie vom Mord an der eigenen Mutter – ganz ohne Kommissar, aber voll suggestiver Kraft.

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Während in den letzten Jahren vor allem Autorinnen wie Sara Blædel, Camilla Läckberg, Mari Jungstedt oder Elsebeth Egholm auf sich aufmerksam machten – und von Kritikern wie Schriftstellerkollegen oft abwertend als Vertreterinnen eines „neuen Frauenkrimis“ bezeichnet wurden –, erscheint nun mit der Schwedin Maria Ernestam eine neue Autorin auf der Bildfläche, deren (deutschsprachiges) Debüt „Die Röte der Jungfrau“ an die Romane Karin Fossums und Karin Alvtegens erinnert. Ebenso wie Karin Alvtegen glänzt Maria Ernestams „Die Röte der Jungfrau“ mit der Abwesenheit eines Kommissar – Nicht aber mit einem Verbrechen, das in seiner psychologischen Konstellation kaum brisanter sein könnte: Muttermord.

Die Idylle zerbricht

  Maria Ernestam bei schwedenkrimi.de
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„Ich war sieben Jahre alt, als ich beschloss, meine Mutter zu töten. Doch musste ich siebzehn werden, bevor der Beschluss in die Tat umgesetzt werden konnte.“ (S.9) Gleich der Auftakt des Romans hat es in sich und nimmt gefangen, und obwohl man nun schon weiß, wer Mörder und wer Opfer ist, bleibt das Wie und Warum lange verborgen. Als Leser nähert man sich dem Kern des Romans gemeinsam mit der Ich-Erzählerin, der 56jährigen Eva. Auslöser, sich ihrer Tat zu erinnern, ist ein Tagebuch, das Eva von ihrer Enkelin Anna-Clara zum Geburtstag geschenkt bekommen hat. Zwei Monate lang (vom 13. Juni bis zum 10. August) begleitet man Eva nun auf ihrer Reise in die Vergangenheit, die die schöne Idylle des hingebungsvoll von ihr gepflegten Rosengartens Stück für Stück entzaubert.

Berührt die Seele

Dabei geht die Autorin ebenso behutsam und mit suggestiver Kraft vor wie auch anspielungsreich (die Ich-Erzählerin heißt Eva, ein Schiff namens „Minerva“ (die jungfräuliche Göttin der Künste) spielt eine Rolle ebenso wie die Rosen, insbesondere die titelgebende Rosensorte „Maiden’s Blush“), ohne dabei jedoch anstrengend zu werden. Vielmehr entsteht ein zart gesponnenes Netz an Beziehungen und Verweisen, die ganz allmählich ahnen lassen, wo – im konkreten wie im übertragenen Sinn – der Hund begraben liegt. Einzig die Figur des John ist in seiner Funktion und traurigen Lebensgeschichte vielleicht etwas zu klischeehaft geraten, doch berührt „Die Röte der Jungfrau“ tief im Inneren, geht es im Grunde doch um ein stets aufs Neue zurückgewiesenes, ungeliebtes Kind und dessen abgrundtiefen Schmerz. So taucht man mit der Ich-Erzählerin in die Abgründe ihrer Seele, ihrer Gefühle ein. Ernestams Sprache ist dabei dem Kern der Geschichte und seinen psychischen Implikationen vollkommen angemessen: Von schlichter Eleganz, mit schönen Bildern und voll leiser, zuweilen schmerzender Poesie. Davon möchte man gerne mehr lesen.

Vielen Dank an Alexandra Hagenguth
© Mai 2009 Literaturportal schwedenkrimi.de - Krimikultur Skandinavien

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